reflections

Nobody is on nobody's side

Und hier steh ich nun. Zwischen den Fronten. Vielleicht hatte ich meinen Kopf wieder zu weit in den Wolken, vielleicht wollte ich den Krieg auch einfach nicht sehen, der um mich tobt. Die heile Welt um mich herum hat mir so gut gefallen. Warum ist sie weg? Wo ist sie hin? Aber zurück kommt sie nicht mehr.

Meine Schuld. Ich hätte nicht nachfragen sollen. Ich wollte zu viel wissen und jetzt könnte ich mich dafür schlagen.

Aber ich will doch unbedingt, dass alle um mich herum sich vertragen. Ich will, dass die Wolken aus Watte sind und nach Puderzucker und Schlagsahne schmecken, wenn ich nahgenug drankomme, um sie zu probieren. Ich will, dass Menschen, die tot sind, oben im Himmel sitzen und uns beobachten und, dass die Toten, die uns liebten, jetzt unsere Schutzengel sind und auf uns aufpassen.

Jetzt sagt mir nicht, ich sei zu alt für sowas und soll aufhören zu reden, wie ein Kind. Ich will nicht nur rational denken! Ich will mir nicht verbieten lassen, was ich denke und was ich will! Ich will die Arme verschränken und mich weigen durfen mein Zimmer aufzuräumen! Ich will Pommes mit extra viel Majo und Ketschup und hinterher Himmbeereis und Wackelpudding. Alles möglichst pink. Ich will ein Schmetterlingfangnetz und Seifenblasen! Ich will eine Krone und einen rosa Tüllrock! Ich will! Ich will! Ich will!

Wenn ich groß bin, werde ich Prinzessin! Und dann bekomme ich ganz viel rosa Zuckerwatte!

23.1.08 19:39

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